Regionale Allianz-Werkstatt 2011

Werkstatt der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems
am 5. März 2011 in Düsseldorf

Am 5. März 2011 fand in der Freien Christlichen Schule in Düsseldorf-Reisholz die zweite „Regionale Allianz-Werkstatt“ der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems statt. Die Region umfasst ein Gebiet zwischen Bonn im Süden, Aachen im Westen, Iserlohn im Osten und Meppen im Norden. Rund 80 Teilnehmer aus 23 Orts-Allianzen waren nach Düsseldorf gekommen.

In der Eröffnungsrede zur Allianz-Werkstatt, die unter dem Thema „Gesamtheitliche Mission“ stand, wies der Präses der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems, Michael Voss (Wuppertal), darauf hin, daß die Bibel selbst den eindeutigen Auftrag gibt, die gute Botschaft sowohl im Wort als auch durch die Tat weiterzugeben. Menschen leben in der Dunkelheit dieser Welt und fliehen oft zu Irrlichtern, die bald wieder verlöschen und keinen wirklichen Lebenssinn geben können. Christen können auf den, der von sich selbst sagt, daß er das Licht der Welt ist, aufmerksam machen, indem sie ihren Glauben bekennen und durch ein sich den irdischen Nöten der Menschen zuwendendes Leben diesen Glauben sichtbar machen.

Alexander Garth, Pastor der „Jungen Kirche Berlin“, der das Hauptreferat hielt, berichtete von seiner Arbeit in einem Stadtteil Berlins, in dem nur wenige Menschen einer Kirche angehören oder Bezug zum christlichen Glauben haben. Durch offene Gottesdienstformen und eine Arbeit, die den Menschen, so wie er oder sie ist, in den Mittelpunkt stellt, gelingt es, auch bei ehemaligen Atheisten,Interesse für Jesus Christus zu wecken. Jeder ist bei den Gottesdiensten und Veranstaltungen sowie bei der Mitarbeit willkommen, auch Menschen, die noch keine Glaubensentscheidung getroffen haben. Die in Gemeinden oft übliche Reihenfolge „Behave – Believe – Belong“ wird in der Jungen Kirche Berlin umgekehrt. Durch das Erleben von Anerkanntsein und Zugehörigkeitsgefühl kann Glaube entstehen und dann zu einem „Paradigmenwechsel“ und Änderung des Lebensstils führen.

Garth wies darauf hin, daß die meisten Menschen durch persönliche Beziehungen zu Christen zum Glauben finden. Daher ist es Aufgabe von Christen, glaubwürdig zu leben, damit Fernstehende Interesse an dieser Art zu leben entwickeln.

Wichtig ist, Nicht-Glaubende nicht als „Bekehrungsobjekt“ zu sehen, sondern sich für sie als Menschen und für ihr Leben zu interessieren. Bei gemeinsamen Freizeitaktivitäten kann Christsein, ohne moralisierend zu wirken, glaubhaft gelebt werden, auf diese Weise ergeben sich oft Möglichkeiten zum Gespräch über Gott.

Daher sollen Christen sprachfähig sein, um Suchenden über ihren Glauben und über das, was ihnen daran wichtig ist, Auskunft geben zu können. Dies muß in einer undogmatischen Sprache geschehen, die „säkulare“ Menschen verstehen.

Menschen beginnen sich aus drei Gründen für Gott den Glauben zu interessieren: auf Grund der Jeden innerlich bewegenden Frage nach dem Sinn des Lebens; durch das vorgelebte Zeugnis von Christen; und durch ein vom Heiligen Geist gewirktes „persönliches Pfingsten“.

Als gute (Einstiegs)-Frage gegenüber (noch) nicht-glaubenden Menschen empfiehlt Garth: „Was glaubst Du, was ich glaube?“. So können auch Klischees und falsche Vorstellungen über das Leben als Christ erkannt und geklärt werden.

Die Erlebnis-Orientierung unserer Zeit bringt verstärkt mit sich, so Garth, daß Menschen fühlen und spüren wollen, was ihr Leben – oder das Leben Anderer – ausmacht. Daher ist es wichtig, daß nicht-glaubende Menschen ganz praktisch spüren und erleben, daß Gott bei und unter Christen lebendig ist.

Am Nachmittag stellen sich sechs Initiativen aus der Region vor, die auf verschiedene Weise in ganzheitlicher Form ihren Glauben leben und weitergeben:

Café Knicklicht: http://www.cafe-knicklicht.de/

Treffpunkt Leben: http://treffpunkt-leben.com/

Gefährdetenhilfe Scheideweg: http://www.gefaehrdetenhilfe.de/

Vohwinkler Kindertafel: http://www.kinder-tafel-vohwinkel.de/

Christliche Lebensgemeinschaft Bonn / Rhein-Sieg: http://www.christliche-lebensgemeinschaft.de/

Kinder-Evangelisationsbewegung: http://www.keb-de.org/

http://www.keb-ruhrgebiet.de/

http://www.chris-sorgentelefon.de/

Zum Abschluss der Regionalen Allianz-Werkstatt sprach Wilfried Roskamp (Remscheid) zu dem Thema „Wie finden wir als Gemeinde unser diakonisches Projekt – Projektentwicklung in der Gemeinde“.

Durch Gebet wird ein neuer Blick auf das Umfeld und die Ort bestehenden Situationen ermöglicht, die Wahrnehmung ändert sich durch Gottes Einfluß. Oft geschieht bereits viel „Diakonie im Kleinen“, nicht selten durch „Einzelkämpfer“. Solche Aktivitäten können Anstoß zu einem von einer Gemeinde in Gebet und Tat unterstütztem Projekt sein.

Durch Wahrnehmung des Umfelds ist eine Situationsanalyse möglich, die klärt, wo Menschen praktischer, von der Liebe Gottes getriebener Hilfe bedürfen. Die Gemeinde legt sich auf Grund dieser Analyse unter Gebet auf eine Zielgruppe und eine Idee missionarisch-diakonischen Handelns fest. Ein Arbeitskreis kann  Informationen sammeln, Bedingungen klären und ein Konzept erstellen, das in den verschiedenen Gemeindegremien besprochen wird. Die Gemeinde gibt dann die Beauftragung für ein Projekt, Mitarbeiter (auch neue, die hierdurch Interesse an Gemeinde und Glauben gewinnen) werden gefunden. Nach einer Testphase, etwa nach einem Jahr, findet eine Auswertung statt. Es gilt darauf zu hören, ob Gott ein „Ja“ oder ein „Nein“ zu diesem Projekt gibt.

Regional-Werkstätten der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems sollen künftig jährlich im Frühjahr stattfinden.

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