Bericht Allianzkonferenz 2011


Die 116. Allianzkonferenz fand vom 3.-7. August in Bad Blankenburg statt. Es kamen über 2000 Teilnehmer aus Deutschland und auch einige Gäste aus osteuropäischen Staaten. Das Allianzhaus in Bad Blankenburg feierte sein 125-jähriges Bestehen.

Am Mittwochabend führte unser Generalsekretär Hartmut Steeb in das Thema der Konferenz ein, es lautet „Hoffnung leben“ und basiert auf dem ersten Petrusbrief, der in allen Referaten dieser Tage ausgelegt wurde.
Seine Thesen zu 1.Petr.1:3-4 waren:
1.) Menschen fragen: „Wo bist du zuhause?“, wir Christen antworten: „Im Himmel!“, denn wir sind wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu. Wiedergeboren! Nicht aus eigener Kraft oder Vernunft sind wir zum Glauben gekommen, sondern durch Gottes große Barmherzigkeit.
2.) Christen sind wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung. Das Diesseits ist nicht alles. Wir haben eine Heimat im Himmel. Die Hoffnung auf die Ewigkeit bedeutet gewissen Trost über den Tod hinaus. „Jesus lebt, mit ihm auch ich! Tod wo sind nun deine Schrecken?“ Diese lebendige Hoffnung trägt uns.
3.) Im Himmel wird es ganz anders sein als wir es uns ausmalen können. Im Diesseits wird jede große Freude in Stress enden, jedoch im Himmel werden wir feiern ohne Ende. Es wird phantastisch sein.
4.) Wir Christen leben im Loben, aber nicht aus uns selbst heraus. Wir loben unseren Gott der uns zu einer lebendigen Hoffnung wiedergeboren hat. Wir loben den Gott, den wir kennen als Vater unseres Herrn Jesus Christus, und den wir kennen im Heiligen Geist in dem der Vater mit dem Sohn zu uns kommt und Wohnung nimmt in unseren Herzen.
5.) Das Erste und das Letzte an jedem Tag, Alltag wie Sonntag, ist das Lob Gottes. Alles was wir tun, ist bestimmt vom Lob Gottes. Loben ist nicht nur unser Lobgesang, sondern unser ganzes Leben wird zum Lob Gottes, wenn wir alles auf IHN beziehen und von IHM her nehmen. Loben bedeutet auch, wir nehmen andere Menschen mit hinein in unser Loben.
6.) Wir lassen uns von anderen das Lob nicht aus dem Blick, aus dem Herzen oder von den Lippen nehmen. Der Ausblick auf den Himmel darf in unserem Leben so stark werden, daß wir mit Paulus sagen können: „Denn ich bin gewiss, daß dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der großen Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll.“

Donnerstag morgen: 
1.) „Hoffnung leben – weil er heilig ist“ (1.Petr.1, 13-16)     Astrid Eichler (Berlin):
Wenn Petrus schreibt „Als gehorsame Kinder gebt euch nicht den Begierden hin“, so verlangt das nicht unseren Gehorsam aus eigener Kraft, sondern ER IST HEILIG und wir werden wie Kinder im Glanz Seiner Heiligkeit ein entsprechendes Leben führen.

2.) „Hoffnung leben – weil ihr zusammengehört“ (1.Petr. 2,1-10)    Theo Schneider: 
Ihr als lebendige Steine erbaut euch zum geistliche Hause und zur heiligen Priesterschaft.

Donnerstag und Freitag nachmittag:
wurden vielfältige Seminare  und Diskussionen zu praktischen Themen angeboten.

Donnerstag abend:
„Hoffnung leben – weil ihr teuer erkauft seid“ (1.Petr.1:17-20)  Hans Peter Royer (Wien):
Durch Jesus seid Ihr erlöst von eurem sinn- und ziellosem Leben.

Freitag morgen:
„Hoffnung leben – damit diese Welt anders wird“  (1.Petr.2, 1-11)    Regina Claas
“ – damit die Arbeitswelt nicht zur Hölle wird“      (1.Petr.2,18-21)  Uwe Heimowski:
Sklaverei ist die Hölle auf Erden, doch selbst in der Hölle gibt es Hoffnung.
Als Arbeitnehmer leidest du – zu recht oder zu unrecht?

Freitag abend:
„Hoffnung leben – damit ihr heil seid“     (1.Petr. 2,22-25)   Jörg Swoboda + Tobi Schöll

Samstag morgen:
1.) „Hoffnung leben – für Frau und Mann“       (1.Petr.3,1-7)   Thomas Günzel:
Die Schönheit der Frauen und die Achtung der Männer sind der Zuspruch Gottes
2.) „Hoffnung leben – für einander“                   (1.Petr.3,8-12)   Prof.Johannes Berthold:
      Schaut richtig hin, redet miteinander, betet gemeinsam

Samstagmittag und Sonntagmittag:
BRENNPUNKTE:
 Israel                                           mit  Egmond Prill (KEP)
Sterbehilfe                                  mit  Uwe Heimowski
Migration                                    mit  Horst Pietsch
Türkei – polit. Beziehungen      mit  Ertan Cevik
Schulbeweger                              mit  Matthias Kurze (SMD)
Europa                                          mit  Niek M. Tramper
Sexueller Mißbrauch                  mit  Rolf Trauernicht
PID – was kommt auf uns zu?   mit  Gerhard Steier

Samstag abend:
„Hoffnung leben – für deine Umwelt“                (1.Petr.3,14-17)   Dr. Tobias Eichler

Sonntag morgen:
„Hoffnung leben – wenn alles zu Ende geht“   (1.Petr.4,7-11)   Jürgen Werth:
 Einführung des neuen AllianzhausDirektors Thomas Günzel
Grußwort von Volker Kauder MdB

Sonntag mittag:
„Christenverfolgung und Religionsfreiheit“ mit Volker Kauder MDB

Sonntag abend:
 „Hoffnung leben – wenn der Alltag beginnt“   (1.Petr.5,8-11)       Peter Strauch
Verabschiedung von Reinhard Holmer (seit 18 Jahren Direktor des Allianzhauses)

Ausführliches Programm:  Offizielles Konferenzprogramm

Pressemitteilung der EAD vom 10. August
Thomas Günzel ist neuer Allianzhausdirektor

(Bad Blankenburg) Am Abschlusstag der 116. Konferenz der Deutschen Evangelischen Allianz (DEA) in Bad Blankenburg am 7. August wurde Thomas Günzel als neuer Direktor des Allianzhauses in sein Amt eingeführt. Günzel ist verheiratet, Vater von drei erwachsenen Söhnen. Nach seiner Ausbildung als Eisenbahner war der studierte Theologe unter anderem als Jugendreferent, Gemeinschaftsprediger, Lehrer, theologischer Mitarbeiter und Pfarrer tätig. Berufsbegleitend hat er Sozialmanagement studiert. Er tritt die Nachfolge von Reinhard Holmer an, der die Leitung des Allianzhauses nach 18 Jahren abgibt und ab September das Diakonissen-Mutterhauses Elbingerode leiten wird.
„Ich will das anwenden, was ich im Theologie- und Sozialmanagementstudium gelernt habe“, erklärte Günzel beim Einführungsgottesdienst am Sonntagmorgen. Er freue sich auf die Zusammenarbeit mit dem Team des Allianzhauses. „Wir freuen uns auf deine geistliche und wirtschaftliche Leitung des Hauses“, sagte Jürgen Werth, 1. Vorsitzender der DEA. „Die Berufung Thomas Günzels wurde mit großer Einmütigkeit beschlossen“, erklärte Theo Schneider, 2. Vorsitzender der DEA. „Wir wünschen ihm, das Amt mit Freude auszuüben und seine persönliche Art und seine Gaben einzubringen.“

Jürgen Werth: Führen heißt dienen
In seiner Predigt vor der Einsegnung sprach Jürgen Werth über einen guten Führungsstil. „Führen heißt dienen“, erklärte er. Ein guter Leiter würde „mehr helfen als herrschen“ und so dazu beitragen, dass jeder Mitarbeiter zu dem Menschen wird, wie Gott ihn gemeint hat.
Werth ging auch auf die weltpolitische Lage ein: „Fukushima, Hungersnot, Massenmord und Schuldenkrise – die Politiker haben heute in wenigen Monaten so viele Herausforderungen, dass sie für eine ganze Legislaturperiode reichen.“ Darum sei es besonders wichtig, dass Christen für alle Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft beten würden. Große Katastrophen würden immer wieder zeigen, dass die Menschen nicht die „Meister der Welt“ seien. Werth lobte die Micha-Initiative der DEA, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Armut in der Welt bis 2015 zu halbieren.

Grüße der Bundeskanzlerin

Als einer der Referenten der Allianzkonferenz sprach der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Thema Christenverfolgung. In einem Grußwort im Einführungsgottesdienst dankte Volker Kauder der Evangelischen Allianz für ihren Einsatz. Er überbrachte auch Grüße von Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich grüße die Christen in Bad Blankenburg und danke ihnen dafür, dass sie in Deutschland dieses Bekenntnis leben und sagen, was sie trägt.“

Newsletter der Deutschen Evangelischen Allianz 28. August 2011

Liebe Freunde der Arbeit im Evangelischen Allianzhaus,

im Augenblick sind wir alle im Evangelischen Allianzhaus noch ganz erfüllt von der 116. Bad Blankenburger Allianzkonferenz. Gott hat uns überreich gesegnet. Junge Menschen haben zum lebendigen Glauben gefunden und ein neues Leben mit Jesus begonnen. Die Seelsorger waren fast jeden Tag bis spät in die Nacht hinein mit Gesprächen beschäftigt und Menschen haben Vergebung und neue Ausrichtung erfahren. Wir hatten ein herausforderndes Konferenzthema: „Hoffnung leben“. Wir Christen wollen Hoffnungsträger im Alltag sein und nicht nur Sonntagspredigten hören! Wir hatten Besuch von über fünfzig Geschwistern aus Ländern der ehemaligen Sowjetunion und anderen Ländern Europas. Volker Kauder, der Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU Fraktion im Deutschen Bundestag, hat uns gegrüßt und zum Thema der Christenverfolgung in dieser Welt gesprochen.

Kurz – es war eine wunderbare Konferenz, von der es schwerfällt Abschied zu nehmen.

Aber genau das ist nun dran! Am Sonntagvormittag haben wir Thomas Günzel in sein neues Amt als Direktor des Evangelischen Allianzhauses eingeführt und am Abend wurde ich nach 18 Jahren in der Leitung des Allianzhauses von der großen Konferenzgemeinde verabschiedet. Es war für meine Frau, unsere Kinder und mich ein bewegender Augenblick, auch wenn es ja kein Abschied für immer ist. Wir haben uns fest vorgenommen, bei der nächsten Konferenz als Gast wieder mit dabei zu sein.

Und nun ist es auch Zeit, mich von Ihnen, den Freunden des Allianzhauses zu verabschieden. Viele von Ihnen haben die Arbeit und auch uns persönlich über eine sehr lange Zeit begleitet. Viele waren hier als Gäste. Sie haben uns gegrüßt. Sie haben für uns gebetet und für das Allianzhaus gespendet. Sie haben die große Aufgabe der letzten Jahre geschultert und durch Ihre finanziellen Gaben den Umbau des Allianzhauses erst möglich gemacht. In den letzten Wochen konnten wir auch den letzten Bauabschnitt vollenden und das Blockheizkraftwerk in Betrieb nehmen. Das alles ist für uns ein Wunder und ein Grund zu großer Dankbarkeit gegenüber unserem Herrn.

Natürlich hätten wir es uns gut vorstellen können, an diesem wunderbaren Platz und in der herrlichen Gemeinschaft der Evangelischen Allianz noch weiter zu arbeiten. Aber vor einem Jahr kam die Anfrage aus Elbingerode, die Leitung des dortigen Diakonissen-Mutterhauses zu übernehmen. Meine Frau und ich haben sehr genau gefragt, ob dies ein Ruf Gottes ist. Nach längerem Gebet sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es jetzt dran ist, diesen Ruf und damit noch einmal eine neue Herausforderung anzunehmen. Wir sind sehr froh, dass dies in großem Einvernehmen mit den Geschwistern in der Evangelischen Allianz besprochen werden konnte. Die Verantwortlichen haben mit Thomas Günzel einen Nachfolger gefunden, mit dem ich persönlich schon sehr lange freundschaftlich verbunden bin und der das Allianzhaus schon über dreißig Jahre kennt. Wir freuen uns sehr, dass die begonnene Arbeit mit ihm gut weitergeführt wird.

Es ist mir ein großes Anliegen, Ihnen auf diesem Weg ganz herzlich zu danken. Das waren wunderbare Jahre für uns und wir sind reich beschenkt worden. Dabei wissen wir, dass die eigentliche Arbeit nach dem Umbau jetzt verstärkt weitergehen muss. Wir haben dieses Haus mit all seinen guten Möglichkeiten geschenkt bekommen, damit darin viele Menschen gesegnet werden und das nicht nur bei der Allianzkonferenz, sondern das ganze Jahr hindurch. Deshalb lade ich Sie weiter ein in das Allianzhaus nach Bad Blankenburg. Ich freue mich sehr, wenn wir uns hier wiedersehen, vielleicht bei einer Freizeit oder auch bei der nächsten Konferenz. Machen Sie junge Leute auf die Möglichkeit zu einem Freiwilligen Sozialen Jahr aufmerksam oder auf die neuen Möglichkeiten des Bundes-Freiwilligen-Dienstes. Wir wollen gern, dass dieses Haus zu einem Lern-Ort für Gemeinden wird, dass junge Menschen eine Lebensschule erleben und dass weiter viele Begegnungen zwischen Denominationen, Generationen und Nationen stattfinden. Die Arbeit der Evangelischen Allianz ist so dringend wie eh und je. Wir brauchen dieses Zentrum und die Zentrale dieser wichtigen Arbeit für unsere Gemeinden und die Gesellschaft.

Freilich ist das alles auch weiterhin nur möglich, wenn das Allianzhaus die notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung hat. Diese sind nach dem großen Bau und die jetzigen Belastungen durch den notwendigen Kredit doch sehr eingeschränkt. Schließlich sind neben der Tilgung nun auch die Zinsen für 1,1 Millionen Euro fällig. Wir können aber jederzeit Sondertilgungen vornehmen. Und deshalb bitte ich Sie noch einmal – ganz unverschämt aber sehr herzlich – sozusagen um ein „Abschiedsgeschenk“ für das Allianzhaus. Wenn sich viele unserer Freunde, Gemeinden, Allianzen mit einem oder mehreren Bausteinen beteiligen würden, könnten wir diese Zinslast erheblich verringern und hätten schneller Luft für die laufenden Aufgaben.

Wir legen deshalb einen besonderen Überweisungsschein bei, auf dem die Nummer unseres Kontos bei der Volksbank Saalfeld-Rudolstadt eingedruckt ist. Die Volksbank hat uns den Kredit gewährt. Wir können eingehende Spenden auf diesem Konto direkt für die Schuldentilgung verwenden. Das vermindert nicht nur die Schulden sondern auch die Zinslast, ein doppelter Gewinn!

Ich danke Ihnen herzlich, wenn Sie sich an dieser besonderen Abschiedsaktion beteiligen können. Der Dankbrief kommt dann schon von unserem neuen Direktor, der Sie sicher sehr gern auch schnell im Evangelischen Allianzhaus begrüßen wird.

Und nun grüße ich Sie mit einem Hoffnungswort aus dem 1. Petrusbrief, den wir bei der Konferenz bedacht haben: „Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten“.

Noch einmal danke für alle Verbundenheit. Unser Abschiedslied bei der Konferenz heißt: „Gott mit euch, bis wir uns wiederseh’n!“ Es grüßt Sie herzlich, ein letztes Mal aus dem Evangelischen Allianzhaus in Bad Blankenburg

Ihr

Reinhard Holmer

ENDE des Berichts zur 116.-ten  ALLIANZKONFERENZ  in  Bad  Blankenburg

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Berichte abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.