Regionale Allianz-Werkstatt am 12. Mai 2012 in Düsseldorf – Bericht

Am Samstag, 12. Mai 2012, fand in der Freien Christlichen Schule in Düsseldorf-Reisholz die 3. Regionale Allianz-Werkstatt der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems statt.
Thema der 3. Regionalen Allianz-Werkstatt war “Leben” – Leben in all seinen Facetten, von der Zeugung bis zum Tod.

In seinem Eröffnungswort las der Präses der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems, Michael Voss (Wuppertal), Worte aus Psalm 139: “Du, Gott, hast meine Nieren bereitet und mich im Mutterleib gebildet. Ich danke Dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind Deine Werke, das erkennt meine Seele. Mein Gebein war Dir nicht verborgen, als ich im Verborgenen gemacht wurde, als ich unten in der Erde gebildet wurde. Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle meine Tage, die noch werden sollten, waren schon in Dein Buch geschrieben”.
Dieser Text mache deutlich, dass Gott das Leben jedes Menschen von Anbeginn aller Zeiten her kennt – schon lange, bevor unsere Existenz beginnt. Diese Existenz beginnt mit der Zeugung, dem Gebildetwerden in Mutterleib, nicht erst in einer willkürlich festgesetzten Phase der Schwangerschaft oder mit der Geburt. Deswegen sei auch eine Änderung des Sprachgebrauchs nötig: Schwangere seien keine “werdenden Mütter”, sondern Mütter, und ungeborene Kinder kein “werdendes Leben”, sondern vollwertige Menschen.
Gott begleitet unser Leben, von der Zeugung bis zum Tod, und auch darüber hinaus – und zwar jeden Tag, ja, jede Sekunde. Jedes Leben, ob ungeboren oder geboren, ob gesund oder gehandicapt, ob jung oder alt, ist Gott unendlich wichtig und muss es daher auch Christinnen und Christen sein, so Voss.

Bernd Katzschner (Sebnitz) von “Kaleb – Kooperative Arbeit Leben ehrfürchtig bewahren”  belegte in seinem Vortrag mit beeindruckenden Bildern von Kindern in ihren ersten 9 Lebensmonaten im Mutterleib, dass Leben mit der Zeugung beginnt. Schon nach wenigen Wochen sind Kopf, Rumpf, Arme und Beine sowie innere Organe der ungeborenen Kinder weit ausgebildet und erkennbar. Auch schockierende Bilder von durch Absaugung oder Ausschabung abgetriebenen Kindern ersparte Katzschner den Teilnehmenden der Allianz-Werkstatt nicht. Bei beiden Methoden werden die Ungeborenen ohne Betäubung zerrissen oder zerschnitten. Dass es sich hier nicht um “Zellklumpen” handelt, sondern um empfindungsfähige Menschen, zeige sich auch daran, das bei einer Abtreibung der Herzschlag der Kinder extrem ansteige – wie bei allen Menschen in Stress- und Gefahrensituationen.
Auch Katzschner kritisierte den Sprachgebrauch in Bezug auf ungeborenes Leben und Abtreibung. So werde häufig von “Schwangerschaftsunterbrechung” geredet – eine Unterbrechung schliesse aber die Möglichkeit der Weiterführung des Unterbrochenen ein, wohingegen eine Abtreibung ein Leben unwiderruflich beende.
Die Arbeit von Kaleb beschrieb Katzschner als begleitend und Mut zum Leben machend. Durch Beratungsgespräche möchte Kaleb Frauen in Konfliktsituationen ermutigen, sich für das Leben des Kindes zu entscheiden – wobei es häufig Widerstand aus dem Umfeld der Frauen, oft auch durch den Partner, gibt.
Die Beratung sei eindeutig für das Leben ausgerichtet, daher gebe auch nicht den “Schein”, der – wie gesetzlich geregelt – nach Beratungen zur Abtreibung berechtige. Einige Frauen seien darüber zwar enttäuscht, in der Regel seien sie aber offen für die ProLife-Argumente.
Neben dieser Beratung unterstützt Kaleb Frauen bei ungeplanten Schwangerschaften, begleitet Frauen aber auch nach Abtreibungen.
Zur Arbeit von Kaleb gehört ebenfalls, in der Öffentlichkeit (etwa durch Informationsstände) und in Schulen über Abtreibung und Alternativen hierzu informieren und aufklären. Weiterhin setzt sich Kaleb für eine kinder- und familienfreundliche Gesellschaft ein.

Sabine Stadermann (Marburg) von “Perspektivforum Behinderung”, einem der elf Arbeitskreise der Deutschen Evangelischen Allianz, machte deutlich, das gehandicapte Menschen insbesondere Teilnahme wünschen und als gleichwertige Mitglieder der Gesellschaft, und auch christlicher Gemeinden, anerkannt sein möchten. Dabei solle es nicht um Integration gehen, so gut diese auch gemeint sei, sondern um Inklusion. Bei letzterer werde der gehandicapte Mensch als gleichwertiger Partner auf Augenhöhe gesehen, während Integration eher die Einbindung in von Nicht-Gehandicapten geprägte Strukturen bedeute. “Behindert” ist im Übrigen jeder Mensch, ob körperlich, geistig, psychisch, moralisch oder auf andere Weise. Niemand ist perfekt vor Gott, sondern durch seine Fragmentarität auf die Gnade Gottes angewiesen.
Und Gott möchte alle Menschen in seiner Gemeinde haben. Gerade die Schwachen, die mit Einschränkungen und Defiziten, sind eingeladen. Der Kirche fehle etwas, wenn die Menschen mit einem Handicap nicht in Gemeinden zu finden sind, denn sie sind ein Teil der konkreten Gemeinde. “Eine Gemeinde ohne Behinderte ist behindert”,
Stadermann, selbst erblindet, berichtete von der Arbeit des “Perspektivforum Behinderung”. Es wird Erfahrungsaustausch zwischen Christen mit Behinderung und auch mit Angehörigen, die Betroffene in ihren Familien haben, ermöglicht. So kann man gegensetiig Unterstützung und Ermutigung geben. Ein weiteres Ziel des Perspektivforum ist, behinderten Menschen die gute Nachricht von Jesus Christus zu bringen und ihnen so neue Lebensperspektiven zu geben.
Das Perspektivforum Behinderung arbeitet beim “European Disability Network” mit.

Stephanie Hahn (Langenfeld) von der “Hospizbewegung St.Martin” gab einen Einblick in die Arbeit mit Menschen, die am Ende ihres irdischen Lebens stehen. Hahn beschrieb sehr eindrücklich die Notwendigkeit dieser Arbeit, in dem sie konkrete Situationen schilderte, in denen die 1995 gegründete ambulante Hospizbewegung tätig ist. Ein wichtiger Grundsatz sei hierbei, die Bedürfnisse und Wünsche der kranken und sterbenden Menschen in den Mittelpunkt zu stellen und nicht die eigenen Vorstellungen, wie Hilfe und Unterstützung aussehen kann.
So ist dann auch das Selbstverständnis der Hospizbewegung St. Martin: “Wir wollen ein wenig von unserer Zeit dort verschenken, wo Menschen krank und allein sind; wo Niemand mehr Zeit und Ruhe hat, einfach mal zuzuhören; wo pflegende Angehörige einmal vorübergehend abgelöst werden möchten, um selbst zu entspannen, usw.”.
Jede Begleitung Sterbender und ihrer Angehörigen sei individuell und einzigartig, deshalb kann es auch keine feste “Regeln” für diesen Dienst geben. Es gehe darum, empathisch – und mit Gottes Hilfe – zu erkennen, was dem bzw. den konkreten Menschen gut tut, was natürlich auch Gebet und das Sprechen über Tod und Ewigkeit einschliessen könne. Dies kann allerdings Menschen nicht aufgezwungen werden. Das Gebet für sterbende Menschen und ihr Umfeld werde freilich seine Wirkung nie verfehlen.
Die Hospizbewegung St. Martin möchte über die konkrete Begleitung Sterbender auch erreichen, dass sich Menschen mit dem Gedanken an Sterben und Tod als unabdingbar zum Leben gehörend vertraut machen und die Endlichkeit des irdischen Lebens nicht verdrängen, wie es häufig geschieht.
Auch Organisation von Schmerzherapie, Trauerbegleitung für Hinterbleibende und die Vorbereitung und Durchführung von Gedenkgottesdiensten, gemeinsam mit Gemeinden, gehört zum Tätigkeitsbereich der Hospizbewegung St. Martin.

Die Regionale Allianz-Werkstatt endete mit einer Gesprächsrunde unter der Fragestellung: “Was können wir konkret tun, um Leben wert sein zu lassen?” – Leben in all seinen Facetten, von der Zeugung bis zum Tod.
Es wurden fünf Punkte herausgearbeitet:
- Gebet für verstärkte Wertschätzung des Lebens, insbesondere das ungeborene, das gehandicapte und das zu Ende gehende Leben.
- Das persönliche Engagement im Umfeld, wo derartige Situationen auftreten.
- Das Engagement in Organisationen und Bewegungen, die sich für das Leben einsetzen.
- Politische Arbeit, etwa Politiker (Abgeordnete vor Ort) daraufhin anzusprechen, durch entsprechende Gesetzgebung das Leben Ungeborener, Behinderter und Sterbender zu schützen und deren Lebensbedingungen zu verbessern.
- Schliesslich auch die finanzielle Unterstützung von Organisationen, die sich für das Leben einsetzen.

Auch im Kontext letzterer Möglichkeit sind hier die Kontaktdaten, aber auch die Kontoverbindungen (für Spenden) der Organisationen angegeben, die sich an der Regionalen Allianz-Werkstatt beteiligt haben:

KALEB
Fehrbelliner Strasse 99
10119 Berlin
Tel.: 030-44058866
Email: info@kaleb.de
Internet: http://kaleb.de/
Bankverbindung: Konto 176699
Evangelische Darlehnsgenossenschaft e.G.
BLZ 210 602 37

Perspektivforum Behinderung
c/o Stephan Dührkop
Rieckweg 1a
21502 Geesthacht
Tel.: 04152-4781 oder 0321-21338435
Email: postan01@duehrkop.de
Internet: http://www.perspektivforum.org/index.php?link=s01_index.html
Bankverbindung: Deutsche Evangelische Allianz
Stichwort: Perspektivforum Behinderung
Konto: 416800
Evangelische Kreditgenossenschaft
BLZ 520 604 10

Hospizbewegung St. Martin e.V.
Klosterstrasse 32
40764 Langenfeld
Tel.: 02173-856560
Email: hospizbewegung-langenfeld@t-online.de
Internet: http://hospizbewegung-langenfeld.net/index.html
Bankverbindung: Konto 256255
Stadtsparkasse Langenfeld
BLZ 375 517 80

Veröffentlicht unter Aktuelles | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Michael Diener, Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz: “Es gilt nicht nur das 6. Gebot”

Es gilt nicht nur das sechste Gebot!

Täuschen wir uns nicht: Gottes Gebote waren seit ihrer Offenbarung umstritten – und sie sind es bis heute, vielleicht sogar besonders heute, in unserer Zeit und in unserer Gesellschaft.
Aber Gefahr droht den Geboten nicht nur von ihren Verächtern, sondern auch von denen, die sich mit besonderer Vehemenz für ihre Gültigkeit einsetzen. Die Gebote Gottes sind auch dann gefährdet, wenn Gläubige, gleichsam wie mit Scheuklappen, immer nur für gewisse einzelne Lebensordnungen Gottes ihre Stimme erheben, wenn Gebote unter Missachtung anderer Gebote verteidigt werden, wenn deren Gültigkeit vor allem immer nur im Blick auf andere angemahnt wird oder wenn dabei das größte aller Gebote unheilbaren Schaden leidet.Wer protestiert gegen diese Unmenschlichkeit?
Nun gibt es gerade im sogenannten „evangelikalen Bereich“ immer wieder Christinnen und Christen, die insbesondere die Thematik des sechsten Gebotes, also „beziehungs- und sexualethische Fragen“ in den Mittelpunkt rücken.
Kein Zweifel, dass es hierfür wichtige Gründe gibt, und doch ist es einseitig, dass diejenigen, die die persönlichen Lebensverhältnisse von Politikern anprangern oder gegen liberale Gesetzgebungen im Bereich Homosexualität protestieren, bisher kaum dadurch aufgefallen wären, dass sie sich neben den Schöpfungsordnungen auch für die Bewahrung der Schöpfung eingesetzt oder gegen absolut unmenschliche und unchristliche Bedingungen bei der Herstellung ihrer Textilien oder Nahrungsmittel in der Zweidrittelwelt das Wort erhoben hätten.
Es ist ungeistlich, dass der Kampf um die Schlafzimmerhoheit den Blick dafür verstellt, dass in der Bibel im Kontext sexueller Verfehlungen fast immer auch vor Richtgeist, vor Hochmut und Gesetzlichkeit, vor sozialen Sünden gewarnt wird. Es ist fatal, dass Vertreter dieser Scheuklappenethik bevorzugt interne Glaubenskämpfe schüren, oftmals auch auf Kosten des achten Gebotes, indem Aussagen verkürzt oder einseitig dargestellt und Menschen an den Pranger gestellt werden, paradoxerweise nicht nur für das, was sie gesagt, sondern auch für das, was sie nicht oder nicht mit dem erwarteten „Kampfvokabular“ ausgedrückt haben.
Es ist tragisch, dass dabei die Gottes-und Nächstenliebe als Zusammenfassung aller Gebote rücksichtslos mit Füßen getreten wird, weil die erkannte Wahrheit völlig lieblos Dritten eingetrichtert werden soll – von allgemein immer noch geltenden Regeln des Anstandes, des Respekts, der Höflichkeit ganz zu schweigen …
…………………………………..
Ich sehe die wachsende Zahl von Christinnen und Christen, die nicht mehr bereit sind, auf mindestens einem Auge blind zu sein, die sich nicht mehr gegeneinander „scharfmachen“ lassen, sondern gemeinsam, als Glieder am Leib Christi, nicht als Rächer, sondern als Zeugen für die Geltung aller Gebote Gottes eintreten. Die bei sich selbst beginnen und deshalb demütig in Wahrheit und Liebe Gott und den Menschen dienen. Ach, dass wir das alle miteinander täten!
(Quelle: “idea”)
Veröffentlicht unter Uncategorized | Hinterlasse einen Kommentar

Gottesdienst stoppen im Auftrag Jesu

Der „missionale“ Weg zu Menschen außerhalb der Gemeinde wird mittlerweile breit diskutiert. Wie geht das?
Eines der radikalsten Beispiele ist die Würzburger CityChurch. Sie merkte, dass der „missionale Ansatz“ nicht so nebenbei klappt. Pastor Christoph Schmitter erklärt:
“Wir haben als Gemeinde das Missionale, das Gesellschaftsrelevante, nicht richtig geschafft, nur geredet und davon geträumt.
Aber wir hatten keine Kapazitäten frei, um das zu tun. Das hat uns frustriert. Deshalb haben wir als Gemeinde gesagt:
Entweder jetzt konkret und radikal,
. . . oder wir machen so weiter wie bisher. . . Bitte klicken!

Veröffentlicht unter Aktuelles | Verschlagwortet mit , ,

EAD-News, 2.Feb.2012

   Liebe Freunde der Evangelischen Allianz,
es war nicht anders zu erwarten: Auch im neuen Jahr rinnt die Zeit mitunter schneller dahin als man denkt. Auch wenn wir nun schon in den zweiten Monat des Neuen Jahres gestartet sind, entbiete ich Ihnen noch herzliche Grüße zum Neuen Jahr 2012. Ich wünsche Ihnen im wahrsten Sinne des Wortes der Jahreslosung ein „gnadenreiches Jahr“. Jesus ermahnte ja nicht nur Paulus, sondern er ermahnt und ermutigt auch uns, ganz auf seine Gnade zu setzen. Wenn wir die haben, brauchen wir in der Tat nicht mehr. „Allein deine Gnade genügt!“
Hier ein paar erste Informationen zum Leben in der Evangelischen Allianz 2012. Danke für Ihre Verbundenheit, auf die ich auch im neuen Jahr setze.    WEITERLESEN ?

Veröffentlicht unter Aktuelles

EAD-News, 22.Dez.2011

   Liebe Freunde der Evangelischen Allianz,

„ist denn schon wieder Weihnachten?“ Ja, gewiss. Weihnachten steht vor der Tür. Und das ist gut so. Denn ohne diese Botschaft des Weihnachtsfestes wäre unser Leben farblos, sinnlos, hoffnungslos. Aber weil Gottes Sohn Gottes Thron verließ und seine himmlische Herrlichkeit gegen die irdische Vergänglichkeit eintauschte gibt es für uns Hoffnung. Weil ER Mensch wurde und für unsere Sünde am Kreuz von Golgatha gestorben ist, dürfen wir der himmlischen Herrlichkeit entgegengehen.               WEITERLESEN ?

Veröffentlicht unter Aktuelles

EAD-News, 4.Nov.2011

   Liebe Freunde der Evangelischen Allianz,

schon wieder sind zwei Monate vergangen, seit Sie unseren letzten Newsletter in Händen hatten. Sicherlich sind Sie dennoch über Wesentliches informiert, was in der Zwischenzeit in unseren Arbeits- und Aufgabenbereichen geschehen ist. Wir versuchen ja auch fast tagesaktuell wichtige Ereignisse auf die Homepage zu stellen. Ein Blick auf diese Seiten lohnt sich immer. Aber nun fassen wir einfach noch einmal ein paar Höhepunkte rückblickend zusammen und schauen nach vorne.                    WEITERLESEN ?

Veröffentlicht unter Aktuelles

Protokoll EA-NRS Konferenz 8.Okt.2011


IM “SÄÄLI” DER CHRISTUSKIRCHE, KRUPPSTRASSE 15, DÜSSELDORF

1. Begrüssung
Präses Michael Voss (Wuppertal) begrüsst die Teilnehmenden aus verschiedenen Evangelischen Allianzen der Region

2. Feststellung der Beschlussfähigkeit
Die Einladungen zur Konferenz sind satzungsgemäß rechtzeitig versendet worden. Somit ist die Konferenz beschlussfähig.

3. gegebenenfalls Totengedenken —–

4. Einleitende Bibelauslegung und Gebet
Peter Heyderhoff (Bonn): “Das Wesen unseres neuen Lebens in Christus”
Bibel: Römer 6, 1-11, Psalm 36, Joh. 10,10, Joh.15,4-5, Matth.5:48, 3.Mose 19,2.
Zusammenfassung:
Die Bibel sagt über das neue Leben aus,
daß GOTT, wenn ein Mensch selbst die Notwendigkeit erkennt,
den Heiligen Geist in den menschlichen Geist hineingibt.
Und von dort bekommt unser Geist Impulse von Gottes Geist,
sodaß Christus in uns Gestalt gewinnt.
Gebet.

5. Formalia
Die Tagesordnung wird so verändert, daß die Punkte 6 und 7 vorgezogen werden.

6. Ergänzungswahlen zum Vorstand
Für das vakant gewordene Amt des Geschäftsführers der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems  kandidiert Peter Heyderhoff (Bonn). Peter Heyderhoff hat die Homepage der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems (www.eanrs.de)  erstellt und betreut sie.
Peter Heyderhoff wird von den Anwesenden einstimmig (mit einer Enthaltung) zum Geschäftsführer der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems gewählt.
Heinz Greim (Bochum) legt aus Altersgründen sein Amt als Beisitzer im Vorstand der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems nieder. So es seine Gesundheit zulässt, wird er aber weiter am Geschehen und den Veranstaltungen der Regional-Allianz teilnehmen.
Die Teilnehmenden danken Heinz Greim für seine langjährige Mitwirkung in der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems.
Eine Nachwahl für das Beisitzeramt findet nicht statt, da zur Zeit kein Kandidat zur Verfügung steht.
Dem Vorstand der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems gehöen nun an:
- Präses:                                Michael Voss (Wuppertal)
- stellvertretender Präses: Bernd Jansen (Hilden)
- Geschäftsführer:                Dr. Peter Heyderhoff (Bonn)
- Beisitzerin:                         Annegret Bückmann (Meppen)
- Kassenwart:                       Bruno Fischer (Duisburg)
Als Kassenprüfer fungieren Manfred Hensel (Neuss) und Dr. Walter Theymann (Hilden)

7. Verschiedenes
Die Satzung der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems soll bis zur nächsten Konferenz überarbeitet werden, so daß die Regional-Allianz als Verein eingetragen werden kann.

Teilnehmer der Regional-Allianz berichten aus der Arbeit ihrer Orts-Allianzen, aber auch von noch bestehenden Problemen in der Zusammenarbeit der evangelischen Kirchen und Gemeinden an ihren Orten.
Es ist zu wünschen, daß auch dort die gemeinsame Mitte – Jesus Christus – erkannt wird und das Verständnis der Evangelischen Allianz als Netz(werk), in dem sich Christinnen und Christen aus Landeskirche, Freikirchen und Werken zu gemeinsamen Beten, Glauben und Handeln verknüpfen, durchsetzt.
Thomas Voss berichtet über die Deutsch-Brasilianische Christengemeinschaft in Düsseldorf und Köln, wo er Pastor ist (http://www.ccb-igreja.de/index.html).
Gemeinden multinationaler Prägung spielen eine immer grössere Rolle im geistlichen Leben Deutschlands.
Peter Heyderhoff berichtet von geistlichen Erfahrungen, die er im Rahmen der “Pensacola”-Erweckungsbewegung gemacht hat.
Die nächste Regionale Allianz-Werkstatt der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems findet statt am Samstag, 12. Mai 2012, von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr, in der Freien Christlichen Schule Düsseldorf-Reisholz, Fürstenberger Strasse 10.
Thema wird “Leben” in all seinen Facetten sein, von der Zeugung bis zum Tod.

5. Tagesthema “Leben”
Da, wie unter TOP 7 aufgeführt, das Thema der Regionalen Allianz-Werkstatt 2012 “Leben” sein wird, ist es auch thematischer Schwerpunkt der Regional-Konferenz.
Herr Kleebrink von der “Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA)” ( http://www.alfa-ev.de/ ) berichtet von der Arbeit dieser Organisation.
ALfA setzt sich insbesondere für das Lebensrecht ungeborener Menschen ein und versucht, durch praktische Hilfe und Information ein entsprechendes Bewusstsein zu schaffen.
Dies kann eher nicht durch lautes oder provokatives Auftreten geschehen, sondern durch konkreten Einsatz für das Kind (und damit verbunden auch die Mutter und den Vater bzw. das gesamte Umfeld).
Das Kind steht immer im Mittelpunkt.
So übernimmt ALfA “Patenschaften” für schwangere Frauen (nicht: werdende Mütter, denn Mutter ist eine Frau von Beginn der Schwangerschaft an), und gibt auch finanzielle Unterstützung.
Unter dem Motto “Das Unmögliche fordern, um es möglich zu machen” startet ALfA eine Petition “Kindergeld”, die eine automatische staatliche Finanzierung schwangerer Frauen ab Feststellung der Schwangerschaft fordert.
Im Oktober (Luther-Monat und Rosenkranz-Monat – ALfA arbeitet überkonfessionell) finden zahlreiche Veranstaltungen statt (in unserer Region in Köln, Düsseldorf und Neuss), insbesondere Infostände.
Am Reformationstag findet in den Räumen des CVJM Düsseldorf, Graf-Adolf-Strasse 102 (nahe Hauptbahnhof) ein Festakt statt, bei dem die ALfa-Vorsitzende Dr. Claudia Kaminski, der Salzburger Weihbischof Dr. Andreas Laun sowie Rebecca Kiessling (“Gewaltsam gezeugt und doch geliebt” – http://www.rebeccakiessling.com/index.html) sprechen werden sowie der belgische Liedermacher Jo Landers musizieren wird. Der Präses der Evangelischen Allianz Niederrhein-Ruhr-Südems, Michael Voss, wird ein Grusswort sprechen.
Die Tätigkeit von ALfA geht auf die 70er Jahre und die damalige Debatte um den §218 zurück, die schließlich zu einer Änderung der Abtreibungs-Bestimmungen in Deutschland führten.
Aus christlicher Verantwortung begannen sich Menschen, für das Lebensrecht von der Zeugung an auszusprechen und zu engagieren. Dies soll einen Gegenpart darstellen zu der heutigen Gleichgültigkeit bezüglich dieses Themas, die zum Teil dazu führt, daß von Manchen ein “Recht” auf Abtreibung proklamiert wird. Der Druck der Gesellschaft (“Du hast doch ein Recht auf Dein eigenes Leben, da stört doch ein Kind jetzt nur”) ist ein weiteres Problem, das ALfA anzugehen versucht.
Das Wirken von ALfA besteht in Überzeugungsarbeit. Etwa auch gegen die überholte und widerlegte Heckel’sche These, daß ein Kind im Mutterleib alle evolutionären Stadien des Lebens durchlaufe und daher auf der Stufe von Quallen u.A. stehe.
Lebensschutz sollte mehr Aktion als Re-Aktion sein.
Bedauerlicherweise wird der Arbeit von ALfA oft Widerstand entgegengebracht, etwa bei Verteilen von Embryo-Modellen, an denen gezeigt werden soll, daß vorgeburtliches Leben vollwertiges Leben ist.
Ein weiteres eingesetztes Medium ist dien “Entwicklungsphasen-Kalender”, durch den verdeutlicht wird, daß von der Zeugung an vollwertiges Menschsein gegeben ist.
Eine Public-Viewing-Veranstaltung im Düsseldorfer Hauptbahnhof wurde von radikalen Abtreibungsbefürwortern massiv gestört.
Junge Menschen sind für Pro-Life-Argumente oft offener als Erwachsene.

8. Gebetsgemeinschaft und Segen

9. Teilnehmerliste

Teilnehmer Gemeinde Ort
1 Voss, Michael EKiR Wuppertal
2 Heyderhoff, Peter, Dr. CLW Bonn
3 Nendelstätt, Volker EFG Recklinghausen
4 Theymann, Walter EKiR Hilden
5 Hensel, Manfred EK Neuss
6 Sandrock, Gerhard EK Velbert
7 Greim, Heinz EK Walsum Duisburg
8 Voss, Thomas D-Brasil.Gmde Düsseldorf
9 Metzger, Hildegard EK Unterbilk Düsseldorf
10 Verheiden, Renate EK Unterbilk Düsseldorf
11 Kleibrink, Volker Lebensrecht f.Alle Düsseldorf
Veröffentlicht unter Uncategorized